So arbeitet SC Johnson daran, das Leben am Fuße der Wirtschaftspyramide zu verbessern

Das „Base of the Pyramid“-Programm von SC Johnson widmet sich der Bekämpfung von durch Moskitos übertragenen Krankheiten für die ärmsten 4 Milliarden Menschen der Welt.
Die Mission des „Base of the Pyramid“-Programms von SC Johnson ist es, Mückenpopulationen zu reduzieren und die Prävention von durch Mücken übertragenen Krankheiten in Gemeinschaften weltweit zu ermöglichen, indem es erschwingliche Angebote bereitstellt, die auf die ärmsten 4 Milliarden Menschen der Welt zugeschnitten sind.

Bei SC Johnson engagieren wir uns seit langem dafür, das Leben von Familien auf der ganzen Welt zu verbessern. Seit 1937 haben wir 5 % aller Vorsteuergewinne für wohltätige Zwecke gespendet. Vor zwanzig Jahren haben wir uns vorgenommen, noch mehr zu tun, um einigen der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen der Welt zu helfen.
 
Wir untersuchten, wie wir dazu beitragen können, den Lebensstandard zu erhöhen und den 4 Milliarden Menschen am Fuße der Weltwirtschaftspyramide (auch als „Base of Pyramid“ oder „BOP“bezeichnet) eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.

  • Im ghanaischen Dorf Tafo setzen wir seit 2003 Moskitofallen zur Malariaprävention ein.
  • Wir investierten in Initiativen wie das Rwanda Pyrethrum Project , um das Einkommen und den Lebensstandard für Pyrethrum-Bauern zu verbessern. Pyrethrum ist ein pflanzliches Schädlingsbekämpfungsmittel, das aus den Blüten getrockneter Chrysanthemen gewonnen wird.
  • Zusammen mit dem Center for Sustainable Global Enterprise der Cornell University in Ghana suchen wir neue Wege, um die Übertragung von Malaria durch ein Geschäftsmodell zu reduzieren, das Familien in ländlichen Gebieten mit Schutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln versorgt
  • Außerdem haben wir uns im Rahmen des EKOCENTER-Programms mit The Coca-Cola Co., Solarkiosk und Society for Family Health Rwanda zusammengeschlossen.  Dieses Programm bietet Wasser, Sanitäranlagen, Solarenergie und Produkte an ländlichen, von Frauen geleiteten Einzelhandelskiosken an. 

Und in den letzten Jahren haben wir noch mehr getan, indem wir uns speziell auf die Prävention von durch Mücken übertragenen Krankheiten konzentriert haben. Unser Vorsitzender und CEO Fisk Johnson erklärt: „Durch Insekten übertragene Krankheiten stellen nach wie vor eine ernsthafte Bedrohung für Familien auf der ganzen Welt dar. Wir werden unsere Führungsrolle bei der Erforschung von Insekten auch in Zukunft beibehalten, um zur Familiengesundheit beizutragen.“ 

Das Unternehmen setzt sich dafür ein, das Leben von Familien auf der ganzen Welt zu verbessern, in Gemeinden jeder Größe und auf allen sozioökonomischen Ebenen.
Fisk Johnson, Vorsitzender und CEO von SC Johnson 
Die Mission des „Base of the Pyramid“-Programms von SC Johnson ist es, die Prävention von durch Mücken übertragenen Krankheiten in Gemeinschaften weltweit zu ermöglichen, indem es erschwingliche Angebote bereitstellt, die auf die ärmsten 4 Milliarden Menschen der Welt zugeschnitten sind.

Durch Mücken übertragbare Krankheiten können verheerende Auswirkungen auf Einzelpersonen und Gemeinschaften haben. Wir engagieren uns für den Schutz von Menschen in gefährdeten und schwer zugänglichen Gemeinden.

Dabei arbeitet das Team des „Base of Pyramid“-Programms von SC Johnson daran, die Mückenpopulationen zu reduzieren und die Aufklärung über durch Moskitos übertragene Krankheiten wie Malaria zu fördern sowie nachhaltige Geschäftslösungen zu schaffen, um Gemeinschaften in Entwicklungsländern zu stärken. Das BOP-Programm nutzt die wirksamsten geschäftlichen und philanthropischen Strategien, um die soziale Wirkung zu maximieren und die wirtschaftliche Tragfähigkeit im jeweiligen Maßstab zu erreichen.

Im Geschäftsjahr 2017/18 erreichte das BOP-Programm mehr als 1,7 Millionen Menschen in sieben Ländern mit lokalen Programmen, die darauf abzielten, Strategien zur Prävention von Mückenstichen zu vermitteln. Durch die Unterstützung von Gesundheitsposten in Ruanda erhielten 60.000 Menschen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen – und mit der Zusage des Unternehmens, 2019 40 weitere Posten zu bauen , profitieren immer mehr Menschen davon. 

Unser Team arbeitet mit strategischen Partnern zusammen , um neue Methoden zur Prävention von Mückenstichen zu erforschen, zu entwickeln und zu testen.
Hier ein Einblick in das Leben von drei Menschen aus verschiedenen Weltregionen, die zu den Milliarden am Fuß der Wirtschaftspyramide gehören. 
Sonia ist eine Existenzbäuerin, die im Dorf Gatsinsino in der Provinz Nyanza in Ruanda lebt. 

Alle Mitglieder ihrer Familie sind von Malaria betroffen. In einer örtlichen Gesundheitseinrichtung lernte Sonia, wie sie ihre Familie vor durch Mücken übertragenen Krankheiten schützen kann – Schlafen unter Moskitonetzen, Roden von Büschen in der Nähe des Hauses, Entsorgen von stehendem Wasser und Mückenschutzmittel. 

Obwohl sie die Bedeutung dieser Aktivitäten für den Schutz ihrer Familie anerkennt, muss sie wegen der Schwankungen ihres Tageslohns, die wiederum von ihrer Arbeit auf dem Feld abhängen, oft schwierige Entscheidungen treffen. Manchmal bleibt wenig übrig, nachdem sie Essen gekauft und das Schulgeld für ihre Kinder bezahlt hat. Das macht ihre Familie anfälliger für Mücken, die Krankheiten übertragen können.

Es gibt Malaria-Interventionen, die Sonia nutzen könnte, aber sie lassen sich oft schwer mit den Anforderungen von Beruf und Familie vereinbaren. Als zum Beispiel Regierungsangestellte ihr Dorf besuchten, um Häuser mit einem Residuum-Schutzmittel zu besprühen, lehnte sie ab. 

Die Dorfbewohner wurden angehalten, größere Möbel abzudecken und kleinere Haushaltsgegenstände aus dem Haus zu entfernen. Sonia lehnte die Sprühkampagne ab: „Ich war zu beschäftigt mit meiner Arbeit und hatte keine Zeit, mein ganzes Haus auszuräumen.“

Erkenntnis:
Indem wir Zeit mit Menschen wie Sonia und ihrer Familie verbringen, können wir Lösungen entwickeln, die nicht nur zugänglich und erschwinglich sind, sondern sich mit den Verpflichtungen und Prioritäten der Menschen vereinbaren lassen und das Leben der Menschen verbessern. 

Maßnahmen: Um dieser Herausforderung zu begegnen, arbeiten wir mit Organisationen wie Notre Dame und Unitaid an der Entwicklung von Mückenschutzmitteln und fördern deren Verwendung in öffentlichen Gesundheitsprogrammen. 
 
Chit Aung aus Mawlamyine, Myanmar.
Chit Aung steht jeden Tag um 1:00 Uhr morgens auf und arbeitet bis 8:00 Uhr in der Latexgewinnung der Kautschukplantage. Sie lebt mit ihren zwei Kindern in Mawlamyine, Myanmar. 

Gummibäume produzieren nachts mehr Latex, daher muss die Arbeit sehr früh morgens beginnen. Um 8 Uhr morgens trocknet und zerkleinert sie den Kautschuk und rollt ihn dann zu Gummiplatten, um ihn auf dem lokalen Markt zu verkaufen. Sie kann täglich etwa drei Gummiplatten herstellen, was ihr 3.000 Kyat (ca. 2 USD) pro Tag einbringt.

Chit Aung sagt, dass es weniger Mücken gibt, seit tief bewaldete Gebiete für die Pflanzung von Gummiplantagen gerodet wurden. Allerdings sind Mücken während der Arbeit auch weiterhin lästig, besonders in der Regenzeit. Sie hat kein Mückenschutzmittel dabei, denn sie kann sich die tägliche Verwendung des Schutzmittels nicht leisten. 

Stattdessen versucht sie, sich auf andere Weise vor den Mücken zu schützen, selbst wenn das weniger wirksam ist als ein Schutzmittel. Sie trägt lange Ärmel und Hosen, um ihre Haut zu bedecken, und kniehohe Stiefel zum Schutz vor Schlangen. Manchmal raucht sie Zigaretten, weil sie glaubt, dass dies gegen die Mücken hilft. Sie erklärt: „Solange ich mich bewege, können die Mücken mich nicht stechen.“

Sie weiß, dass Malaria von Mücken kommt, versteht aber nicht, dass es die Stiche der Mücken sind, die Krankheiten übertragen. Sie glaubt zum Beispiel fälschlicherweise, dass eine Person sich mit Malaria anstecken kann, wenn eine Mücke eine Banane berührt oder in Trinkwasser fällt. Würde Chit wissen, dass Mückenstiche für die Verbreitung von durch Mücken übertragenen Krankheiten verantwortliche sind, könnte sie besser verstehen, wie wichtig Schutzmittel für sie und ihre Familie sind.

Erkenntnis:
Viele Menschen, die wir unterstützen möchten, leben in abgeschiedenen ländlichen Gemeinschaften ohne Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen. Wir haben auch festgestellt, dass nur wenige Menschen wissen, wie durch Mücken übertragene Krankheiten verbreitet werden und welche Präventionsangebote es gibt. In einigen Fällen bestehen falsche Vorstellungen über von Mücken übertragene Krankheiten und deren Prävention, die über Generation weitergegeben werden.

Maßnahmen: Um diesen Herausforderungen zu begegnen, arbeiten wir mit Partnern in Ruanda  zusammen, um nationale Standards zur Bekämpfung der von Mücken übertragenen Krankheiten zu entwickeln und Änderungen in Gesellschaft und Verhalten (Social and Behaviour Change, SBC) zu nutzen, um mehr Wissen über Malaria, mögliche Maßnahmen und präventive Verhaltensweisen zu verbreiten. 
Eines von Annas Kindern. Anna ist eine Hausfrau aus Belén, Peru.

Dies ist eines der Kinder von Anna, einer Hausfrau aus Belén in Peru. Ihr Heim ist gebaut aus Wellblech und Sperrholz, gespendet von Familienmitgliedern und Freunden.

Viele der Besitztümer der Familie sind Geschenke, Spenden oder aus dem Abfall gerettete Gegenstände. Annas Ehemann Jacob ist ein Hilfsarbeiter, der ein geringes und unregelmäßiges Einkommen erzielt. Was er verdient, reicht gerade für Lebensmittel, Kleidung und wenige Haushaltsartikel.

Belén liegt am Fluss Itaya. Wenn der Wasserpegel steigt, beginnt die Mückensaison. Anna hat Schwierigkeiten, nachts einzuschlafen. Sie leidet unter den ständigen Mückenstichen und unter der Sorge, dass ihre Kinder an Denguefieber erkranken. Als ihre älteste Tochter an hämorrhagischem Denguefieber erkrankte, empfahlen die Krankenschwestern in der örtlichen Gesundheitsklinik, Moskitospiralen unter dem Bett ihrer Kinder anzuzünden und den Boden mit Bleichmittel und Benzin zu reinigen.

Zu Beginn der Mückensaison besuchen Gesundheitshelfer Belén, um Fälle von Denguefieber zu dokumentieren und die Haushalte über Mückennetze aufzuklären. Anna glaubt, dass Mückennetze wirksam sind, findet es aber unerträglich, in der feuchten Regensaison unter den Netzen zu schlafen. 

„Ich kann nicht unter dem Netz schlafen, weil es zu heiß ist. Wenn ich ohne Netz schlafe, fressen mich die Mücken bei lebendigem Leibe. In beiden Fällen ist es unmöglich, zu schlafen“, berichtet sie.

Erkenntnis: Indem wir Zeit mit Menschen wie Anna und ihrer Familie verbringen, können wir Lösungen entwickeln, die nicht nur zugänglich und erschwinglich sind, sondern sich mit den Verpflichtungen und Prioritäten der Menschen vereinbaren lassen und das Leben der Menschen verbessern.
 
Maßnahmen: Um dieser Herausforderung zu begegnen, wählen wir einen menschenzentrierten Ansatz mit Organisationen wie der Bill & Melinda Gates Foundation und versetzen uns in das Leben unserer Endkonsumenten, damit wir verstehen, wie sie leben und was ihre Prioritäten sind. 

Um den Familien in den Gemeinschaften am Fuße der Pyramide – und Menschen im Allgemeinen – zu helfen, konzentriert sich das SC Johnson BOP-Programm primär auf Malaria. Die Hälfte der Weltbevölkerung ist bedroht durch diese tödliche, aber vermeidbare, durch Mücken übertragene Krankheit. 

Unser Team hat Zeit mit Familien in Gebieten verbracht, in denen Malaria weit verbreitet ist, und dabei erfahren, wie die Familien leben und welche Erwartungen und Werte sie haben. Dabei konnten sie Wege finden, um die existierenden Präventionshindernisse zu überbrücken – ob es sich um fehlenden Zugang, zu hohe Kosten oder mangelnde Kenntnisse handelt. 

Unsere Arbeit steht im Dienst unserer Mission, die Prävention von durch Mücken übertragenen Krankheiten in Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu ermöglichen, indem wir erschwingliche Angebote für die ärmsten 4 Milliarden Menschen der Welt entwickeln.

Bisher hat das BOP-Team mit mehr als 1.000 Gemeindemitgliedern in ihren Dörfern und Häusern interagiert, sowie mit mehr als 150 Mitarbeitern von Gesundheitsministerien und Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die daran arbeiten, Mückenpopulation und Stiche zu reduzieren und Methoden zur Prävention von durch Mücken übertragene Krankheiten zu finden. Das Team hat auch an neun gemeinsamen Sitzungen mit Partnern teilgenommen, um neue Maßnahmen zur Mückenbekämpfung zu erforschen. 

Die Arbeit ist nicht einfach. Die Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger Geschäftsmodelle, die in unterschiedlichen Maßstäben in BOP-Gemeinschaften funktionieren, ist komplex. Sie beinhalten oft neue Vertriebskanäle, neue Interventionen und neue Verhaltensänderungskampagnen. Das Team arbeitet weiterhin an neuen Lösungen und versucht, auch aus erfolglosen Versuchen neue Einsichten zu gewinnen. 
Ein „Base of the Pyramid“-Dorf

Wir integrieren alle unsere Erkenntnisse, um mit dem SC Johnson BOP-Programm den Kampf gegen von Mücken übertragene Krankheiten wie Malaria weiter zu verbessern. Dazu haben wir folgende strategische Prinzipien aufgestellt:

  1. Skalierung für größtmögliche Wirkung – Erproben und Implementierung von Initiativen, die einen klaren Weg zur Skalierung in mehreren Ländern und Regionen haben.
  2. Zugang ermöglichen – Bereitstellung lebensrettender, benutzerfreundlicher und erschwinglicher Maßnahmen für Menschen in armen, gefährdeten und schwer erreichbaren Gemeinschaften durch die Nutzung neuer und die Stärkung bestehender Lieferketten von SC Johnson.
  3. Kernkompetenzen nutzen – Nutzung unserer Expertise als führender Hersteller von Produkten zur Schädlingsbekämpfung im Haushalt, um Lösungen für die Prävention der durch Mücken übertragenen Krankheiten anzubieten.
  4. Strategische Partnerschaften suchen – Die Vorteile von Partnerschaften mit Regierungen, Industrie und gemeinnützigen Einrichtungen nutzen, um eine Wirkung zu erzielen, die über das hinausgeht, was SC Johnson selbstständig umsetzen kann.
  5. Entwicklung von sozialen Geschäftsmodellen – Erzeugen von sozialen Auswirkungen durch Initiativen, die darauf abzielen, die finanzielle Tragfähigkeit im passenden Maßstab zu erreichen.

    Wir haben bereits gewaltige Fortschritte erzielt, ruhen uns aber nicht darauf aus. Wir erproben, lernen und erforschen weiterhin neue Wege, um Zugang zu schaffen und Maßnahmen zu entwickeln, die die Menschen in den schwächsten, ärmsten und schwer zugänglichen Gemeinden der Welt erreichen. Wir werden auf erprobten Methoden aufbauen und aus Misserfolgen lernen. 

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